Ewa Klamt Vorsitzende des Hospizvereins Gifhorn. (Archivfoto: Franz) 

Trauercafé bietet ab Januar zweiten Raum in Paulusgemeinde 

Dort soll sich ein Stammtisch treffen. Damit soll es im Steinweg künftig wieder mehr Platz für neue Trauernde geben.

Gifhorn. Das Trauercafé in der Geschäftsstelle des Vereins Hospizarbeit Gifhorn, der das monatliche Treffen gemeinsam mit dem Palliativnetz Gifhorn ausrichtet, platzt aus allen Nähten. „Derzeit sind wir inklusive der drei Trauerbegleiterinnen bei den Treffen 17 Personen - das ist eigentlich für die Räumlichkeiten, die wir uns mit anderen wie der Diakonie teilen müssen, schon zu viel“, meint Vorsitzende Ewa Klamt.

Doch bald schon winkt Entlastung: Viele der Trauercafé-Teilnehmer sind schon ein Jahr oder länger dabei und mit der Bewältigung des Verlustes eines Angehörigen viel weiter als neue Besucher. Diese Gruppe soll nun einen neuen Platz erhalten, um sich weiter über die Themen Trauer und Aufarbeitung austauschen zu können: Laut Klamt kann sich diese Gruppe ab Januar in der Paulusgemeinde treffen. Der Stammtisch findet dann jeden 3. Dienstag von 17 bis 19 Uhr statt. Eine der drei Trauerbegleiterinnen wird diese zweite Gruppe zusätzlich betreuen.

So haben Interessierte, die gerade erst einen Angehörigen verloren haben, wieder die Möglichkeit, das Trauercafé im Haus der Diakonie, Steinweg 19a, zu besuchen. „Die Neuen brauchen in der Anfangszeit ausschließlich Trost“, so Klamt. Besuchszeiten sind jeden 2. Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr. Eine Anmeldung ist notwendig. Das Trauercafé wird grundsätzlich jedoch nur für Angehörige angeboten, die einen Menschen verloren haben, der von der Hospizarbeit oder dem Palliativnetz Gifhorn auch tatsächlich betreut wurde.

Wer deren Hilfe nicht in Anspruch genommen hat, erhält natürlich trotzdem Unterstützung in der Trauerbewältigung: Das Diakonische Werk bietet kostenfrei Einzel- und Gruppengespräche für  Trauerbegleitung an: (053 71) 94 26 26.

dak

Gifhorner Rundschau 25.11.2017

5000 Euro-Spende für Hospizarbeit Gifhorn

Gifhorn   Das Geld der Volksbank BraWo soll in die Schulung der Begleiter des Vereins fließen.

Der Job, den Ewa Klamt und ihr Team leisten, wäre für Thomas Fast ja nichts. „Ich bewundere das, was Sie tun, ich selbst bin dafür zu nah am Wasser gebaut, ich könnte das nicht“, sagte der Leiter der Volksbank-BraWo-Direktion Gifhorn gestern. Als Anerkennung überreichte er der Vorsitzenden der Hospizarbeit sowie Schriftführerin Dorte Köpke einen symbolischen Scheck über 5000 Euro. „Damit Sie die Not der Menschen lindern.“ Die Volksbank BraWo kooperiert mit dem Verein seit drei Jahren. „Und ich werde das auch aufrechterhalten“, betonte Fast.

Klamt und Köpke bedankten sich und betonten, dass nicht nur Kinder oder alte Menschen begleitet werden, sondern „Menschen in ihren besten Jahren mit teils junger Familie.“

Weil die für den Verein anfallenden Kosten nur bedingt refinanziert würden, ist die Hospizarbeit auf Spenden angewiesen. Das Geld soll nun in die Schulung der ehrenamtlichen Begleiter, der Kinderbegleiter sowie in die Ausbildung der Trauerbegleiter fließen.     dak

 

Ewa Klamt (rechts), Vorsitzende des Vereins Hospizarbeit Gifhorn, und Schriftführerin Dorte Köpke erhielten vom Leiter der Gifhorner Volksbank-Direktion, Thomas Fast, eine Spende im Wert von 5000 Euro.

Foto: Daniela König

Gifhorner Rundschau 21.11.2017

Ursula und Hartmut Möller aus Isenbüttel übergeben 1700 Euro an den Verein, der Sterbende begleitet
 

Gifhorn. Bei ihrer goldenen Hochzeit haben sie auf Geschenke verzichtet und stattdessen Geld für die Hospizarbeit gesammelt: Am Freitagvormittag übergaben Ursula Möller (71) und ihr Ehemann Hartmut (73) aus Isenbüttel 1700 Euro an Vorsitzende Ewa Klamt und Schriftführerin Dorte Köpke.

„Für uns stand von Anfang an fest, dem Verein zu helfen“, sagt Hartmut Möller, der schön früh seine Eltern verloren hat und dabei erstmals mit dem Thema Tod und Sterben in Berührung gekommen ist. „Wie wichtig die Hospizarbeit ist, wurde uns noch einmal im letzten Jahr deutlich – wir besuchten eine Bekannte in einem Hospiz in Uelzen“, ergänzt Ehefrau Ursula.

Mit mehr als 40 Gästen feierte das Gold-Paar dann am 8. Oktober das 50-jährige Ehejubiläum in der Isenbütteler Gaststätte Evers und bat die Gratulanten um Spendengelder für die Hospizarbeit in Gifhorn.

„Wir freuen uns riesig über die finanzielle Unterstützung, denn wir benötigen immer wieder Geld für die Schulung unserer ehrenamtlichen Sterbebegleiter“, sagt Ewa Klamt. 48 Begleiter des Vereins seien zur Zeit im Einsatz, um in Familien, Kliniken und Seniorenheimen Beistand und Unterstützung für Betroffene zu leisten.

„50 abgeschlossene Sterbebegleitungen gab es bisher 2017, 22 Begleitungen laufen noch“, nennt Klamt Zahlen und verweist auf eine steigende Nachfrage. Zehn neue Sterbebegleiter würden zur Zeit für diese Tätigkeit geschult.

Bei zwei Info-Abenden Anfang kommenden Jahres würde der Hospizverein versuchen, weitere Bürgerinnen und Bürger für diese ehrenamtliche und wichtige Arbeit zu gewinnen.

Weitere Informationen über Schulungen und die Hospizarbeit gibt’s unter Tel. 05371-942618. ust

Aller Zeitung 04.11.2017

Da freut sich der Gifhorner Hospizverein: Ehepaar Hartmut und Ursula Möller (v.l.) aus Isenbüttel gab 1700 Euro an Vorsitzende Ewa Klamt (r.) und Schriftführerin Dorte Köpke. Cagla Canidar