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Hospizarbeit-Gifhorn
Eine Spende für die SONne

   

Das Reformhaus Stoye in Gifhorn veranstaltet jedes Jahr eine Spendenaktion für karikative Einrichtungen. Dabei werden „Wundertüten“ mit erlesenen Produkten aus dem Reformhaus im Wert von 50 € gefüllt und gegen eine Spende von 15 € verkauft. Vom Spendenergebnis gehen dann 10% an die Vereinigung Vita Nova. Der Restbetrag wurde von Frau Dr. Stoye auf 1.000 € aufgestockt und heute an unseren Verein übergeben. Die Spende wird für den Bereich der Kinder-Lebensbegleitung SONne verwendet.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen Spenderinnen und Spendern.

Wann beginnt die Trauer?

An drei Samstag im Mai fand in Hildesheim eine Fortbildung zum Thema Trauer in der Hospizarbeit statt. Die Begegnung und der Umgang mit Trauer ist ein selbstverständliches Element der Hospiz- und Palliativarbeit, denn Trauer beginnt nicht erst nach dem Tod.

Unsere ehrenamtliche Begleiterin Regine Pfeiff hat an dem Seminar teilgenommen und diesen Bericht erstellt.

„Begegnung mit Trauer und Trauernden“ war das Thema einer Fortbildung des LSHPN, der für Ehrenamtliche in der Hospizarbeit veranstaltet wurde. Trauer, verstanden als eine natürliche Reaktion auf einen Verlust, gehört zum menschlichen Leben notwendig dazu, ist ein existentielles Thema. Verluste können durch unterschiedlichste Ursachen entstehen. Die Reaktion, die Trauer, ist universell, allerdings kulturell geformt. Sie ist als Prozess zu sehen, der bei jedem Menschen anders aussehen kann und der sich in allen Bereichen menschlichen Lebens zeigt: in Emotionen, Kognitionen, Sozialkontakten und im Körper.

All dies gilt es im Blick zu haben, wenn wir einen schwerkranken Menschen und/oder seine Angehörigen begleiten. Die Trauerarbeit der Betroffenen beginnt mit der Diagnosestellung. E. Weiher spricht hier von „Sterbetrauer“. Sie ist von beiden zu durchleben, kann aber sehr unterschiedlich ablaufen. Dabei liegt der Fokus des sozialen Umfeldes oft auf dem Kranken, die Angehörigen werden eher nicht gesehen. Dies gilt es zu verändern, denn sie sind oft mehr belastet als der Erkrankte und ihr Weg wird immer schwieriger. Wenn wir als Hospizbegleiter in die Familien gehen, in der Regel erst um einiges später als die Diagnosestellung erfolgt ist, sollten wir deshalb unsere Aufmerksamkeit auf alle Beteiligten richten. Eventuell braucht es einen weiteren Begleiter. Zuhören und Respektieren sind dann die wichtigsten Kompetenzen, mit denen wir den Betroffenen begegnen können. Erzählen ist eine Form von Verarbeitung, Gefühle brauchen Resonanz und Raum. Geduld und Zeit sind weitere Komponenten, die gebraucht werden. Hinzu kommt die Offenheit, jeder Art der Reaktion wertfrei zu begegnen. Wer keine von außen sichtbare Reaktion zeigt, heißt nicht, dass er nicht trauert.

Hilfreich ist es auch, die aktuellen Theorien der Trauerprozesse zu kennen. Das Triptychon der Trauer von E. Weiher (Sterbetrauer, Todestrauer, Weiterlebetrauer), die Gezeiten der Trauer von Ruthmarijke Smeding (Schleusenzeit, Januszeit, Labyrinthzeit, Regenbogenzeit), das Modell der Traueraufgaben von William Worden sind hier einige Beispiele, die wir bei der Fortbildung kennengelernt haben. Sich mit dem Phänomen der Trauer auseinandergesetzt zu haben, einschließlich der eigenen Trauererfahrungen, bleibt für uns Sterbebegleiter eine notwendige Aufgabe.

Text: Regine Pfeiff (ehrenamtliche Begleiterin)

Ein interessanter Abend

„Schmerztherapie“ war das Thema an unserem Ehrenamtsabend im Mai. Lebhaft, fundiert und gut verständlich berichtete uns PD Dr. med. Mirjam Eberhardt von der MHH über ihr Spezialgebiet. Schmerzen werden als Symptom behandelt, dabei sind die Therapieziele immer, die Schmerzen so weit zu lindern, dass Lebensqualität erhalten wird. Dieses Ziel wird zu 95 % erreicht. Schmerzen werden individuell sehr unterschiedlich empfunden, aber es gibt auch eine Vielzahl an interdisziplinären Therapiemöglichkeiten. Es ist jedem Schmerzpatienten nur zu wünschen, dass er mit seinen Schmerzen in die richtigen „Fachhände“ kommt.

Text und Foto: Regine Pfeiff (ehrenamtliche Begleiterin)

  1. Belegschaftsspende VW
  2. Messe Bremen
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