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Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.

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Lesen Sie auch unser Informationsblatt "Blickwechsel" mit interessanten Themen und Geschichten. Sie finden es in Apotheken, bei Ärzten und in öffentlichen Bereichen.

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Protokoll MV 2025

Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 13.11.25 finden Sie unter Protokolle

Messe Leben und Tod in Bremen

Die Messe „Leben und Tod“ in Bremen fand dieses Jahr im April statt und hatte mit über 140 Ausstellern und rund 60 praxisnahen und interaktiven Fachvorträgen und Workshops aus allen Themenbereichen den zahlreichen Besuchern wieder viel zu bieten.
Der Interessierte konnte sich über entsprechende Produkte und Handwerkskunst informieren. Klangschalen, Aromaöle, Urnen, Schmuck und vieles mehr fanden lebhafte Begeisterung. Verlage boten für Erwachsene und Kinder Bücher und Ratgeber zu den Themen.
Vereine, Selbsthilfegruppen oder Glaubensgemeinschaften präsentierten hier ihre Inhalte, um aufmerksam zu machen oder sich zu vernetzen. Auch innovative Start-Ups waren auf der Messe und präsentierten ihre neuen Ideen. Wechselnde Fotoausstellungen, Installationen oder interaktive Mitmach-Angebote wie das Sargbemalen oder das Basteln von Erinnerungskerzen boten neue Zugänge zu den Themen dieser Messe. Live-Musik war ebenfalls ein fester Bestandteil des Programmangebots. Die Vorträge boten Orientierung und Denkanstöße und die Möglichkeit an den persönlichen Erfahrungen der Referenten teilhaben zu dürfen.
Das Schwerpunktthema 2026 lautete „Grenzgänge“. Es ging um das Spannungsfeld zwischen alten Ritualen und neuen (technologischen) Entwicklungen. Es war wieder eine Messe, die Mut macht - den Mut, sich mit diesen vermeintlich schweren Themen auseinanderzusetzen. Und das tat gut.
Text: Regine Pfeiff
Offene Türen, offene Herzen
Wenn es draußen kalt und dunkel wird, sind es oft kleine Gesten, die Wärme schenken. Im Advent 2025 hat die Dorfgemeinschaft von Grußendorf genau das getan – und damit viele Herzen berührt. An etlichen Abenden öffneten Vereine und Dorfbewohner ihre Türen und luden zu einem gemütlichen Beisammensein ein, das weit mehr als ein Treffen mit Punsch und Keksen war.
Kerzenschein, Lachen, gute Gespräche und das Gefühl, willkommen zu sein: jede geöffnete Tür erzählte ihre eigene Geschichte, doch überall war dieselbe Verbundenheit spürbar. Alte Bekannte kamen zusammen, neue Begegnungen entstanden und für einen Moment rückte der oft hektische Alltag in den Hintergrund. Es waren Abende, die zeigten, wir wertvoll die Gemeinschaft ist.
Aus dieser besonderen Atmosphäre heraus entstand auch der Wunsch, etwas weiterzugehen.
Die bei den Treffen gesammelten Spenden ergaben die stolze Summe von 1.000 €, die nun an unseren Verein übergeben wurde. Mit dieser Summe wird eine Arbeit unterstützt, die von Mitgefühl, Zeit und Menschlichkeit lebt – die Begleitung schwerstkranker Menschen und ihren Angehörigen in einer der sensibelsten Lebensphasen.
„Was bleibt, ist das Gefühl, gemeinsam etwas Gutes getan zu haben“, sagten Beteiligte rückblickend.
Die offenen Adventstüren haben gezeigt: Wenn Menschen ihre Türen öffnen, öffnen sie auch ihre Herzen – und können gemeinsam Gutes bewirken.
Ein Advent, der in Erinnerung bleibt. Und ein Dorf, das Zusammensteht.
Text: Marianne Dettmer
Ernährung am Lebensende - was ist sinnvoll?

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ oder „Liebe geht durch den Magen“ – diese und ähnliche Aussagen sind uns allen vertraut. Doch was bedeuten sie, wenn ein Mensch sich am Lebensende befindet? Was ist dann noch sinnvoll und möglich?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Fortbildung für unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden am 26. März 2026 im Seminarraum des Hospizhauses Gifhorn. Als Referentin war Frau Dr. Buchholz, Onkologin, Palliativmedizinerin und Hausärztin aus Wolfenbüttel, zum Thema „Essen und Trinken am Lebensende“ eingeladen. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, wie sehr die individuelle Situation eines Menschen bestimmt, welche Maßnahmen noch angebracht sind.
Zu Beginn stellte sie die zentrale Frage: In welcher palliativen Lebensphase befindet sich der Patient? Denn diese Einordnung entscheidet darüber, welche Therapien überhaupt noch sinnvoll sind. Als Lebensende werden die letzten Monate und Wochen bezeichnet, während die Sterbephase die letzten Tage und Stunden umfasst – eine Zeit, in der jederzeit mit dem Versterben gerechnet werden muss.
In diesen Lebensphasen verändern sich die Bedürfnisse des Körpers deutlich. Viele Erkrankungen, nicht nur Krebs, sondern auch Herz-, Lungen- oder Muskelerkrankungen, führen dazu, dass Hunger und Durst nachlassen. Der Appetit sinkt, kleine Mengen reichen aus, und vertraute Speisen schmecken plötzlich nicht mehr.
Dabei spielen zwei Begriffe eine wichtige Rolle: Anorexie beschreibt einen verminderten oder fehlenden Appetit, häufig verursacht durch die Erkrankung selbst oder durch Medikamente. Kachexie hingegen ist ein hoch komplexes und noch wenig verstandenes Syndrom, das zu einem unkontrollierbaren Gewichtsverlust führt, bei dem nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abgebaut wird – und das selbst dann, wenn ausreichend Nahrung aufgenommen wird. Anorexie kann Teil einer Kachexie sein, ist aber nicht mit ihr gleichzusetzen.
Therapeutische Ansätze zur Appetitsteigerung müssen sorgfältig abgewogen werden. Medikamente wie Cortison können kurzfristig den Appetit verbessern und Übelkeit lindern, bringen jedoch Nebenwirkungen wie Muskelabbau oder ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich. Ähnliches gilt für hormonelle Präparate.
Ebenso verhält es sich mit künstlicher Ernährung, Sie kann zwar die Kalorienzufuhr sichern, bedeutet aber oft zusätzlichen Aufwand, Einschränkungen und mögliche Beschwerden.
 
Warum legen Angehörige so viel Wert auf Essen und Trinken?
Für viele Angehörige ist es schwer auszuhalten, wenn ein geliebter Mensch kaum noch isst oder trinkt. Das liegt auch daran, dass Essen und Trinken weit mehr sind als körperliche Versorgung: Sie haben eine emotionale, soziale und auch spirituelle Dimension. Sie stehen für Fürsorge, Gemeinschaft und oft auch für Trost.
Doch gerade am Lebensende verändern sich diese Bedeutungen. Der Mensch lebt nicht nur von Nahrung allein – auch Zuwendung, Musik, Gespräche, Geborgenheit oder kleine schöne Momente können die Lebensqualität entscheidend verbessern. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen zu besprechen, was in dieser verbleibenden Zeit wirklich hilfreich und wohltuend ist.
Gründe für Appetitlosigkeit gibt es viele: Schmerzen, Atemnot, Entzündungen im Mund oder ein veränderter Geschmackssinn. Ein Hauptgrund ist die Mundtrockenheit, die sich durch reine Flüssigkeitsgabe nicht verbessern lässt. Auslöser sind Nebenwirkungen von Medikamenten, verminderte Speichelproduktion oder tumorbedingte Ursachen. Hier kann eine gezielte Mundpflege, etwa mit pflegenden Ölen oder speziellen Rezepturen, Linderung verschaffen.
Auch kleine, ansprechend angerichtete oder pürierte Speisen können dazu beitragen, das Essen angenehmer zu gestalten.
Ein Fazit:
Für jeden Menschen sollte in seiner letzten Lebenszeit ein realistisches Ziel der Ernährung formuliert werden, welches sich an seinen Wünschen und seinem Befinden orientiert. Es ist wichtig, die Angehörigen mit einzubeziehen, um ihnen zu helfen, den komplexen Vorgang am Lebensende und in der Sterbephase zu verstehen.
Dabei gilt: Das maximal mögliche ist nicht immer das Optimum für den Patienten.
„Menschen sterben nicht, weil sie nicht essen. Menschen essen nicht, weil sie sterben.“ – Cicely Saunders
Frühlingszeit ist Frühstückszeit
Das Büro hatte am 6. März 2026 zu einem leckeren Frühstück in den Seminarraum des Hospizhauses Gifhorn geladen. Viele ehrenamtlich Begleitende sind gut gelaunt der Einladung gefolgt und freuten sich auf ein gemütliches Beisammensein. Es wurde gut gegessen und viele Gespräche geführt. 
Im Einsatz hat man selten Kontakt zu den anderen ehrenamtlich Begleitenden. Man trifft sich zu Fortbildungen und Supervisionen, aber dort gibt es wenig Möglichkeit, mal ausgiebig zu quatschen.
Darum wurde das Klönfrühstück im letzten Jahr gestartet. Dort geht es nicht um Begleitungen, Unterstützung und Sorgen der begleiteten Menschen, sondern einfach um ein Wiedersehen der Menschen, die sich dem gleichen Ehrenamt verschrieben haben.
Es war wieder ein voller Erfolg und soll noch in diesem Jahr wiederholt werden. 
Kommunikation mit Kindern

Am Sonnabend, den 21. Februar 2026, fand eine Fortbildung für die Kinderbegleiter unseres Vereins statt. Gemeinsam mit der Koordinatorin sowie zwei Vorstandsmitgliedern kamen wir zusammen, um uns intensiv auszutauschen und weiterzubilden.
Im Mittelpunkt stand das Erarbeiten von Möglichkeiten, mithilfe von Kommunikationstechniken den Zugang zu mehrfach beeinträchtigten Kindern zu finden und zu verbessern.
Es war eine sehr aufschlussreiche und bereichernde Zusammenarbeit mit der Dozentin Maria Schmidt (Ergotherapeutin). Zusammen mit den Kinderbegleitern wurden zahlreiche Techniken und Tipps erarbeitet, die direkt in die Praxis umgesetzt werden können.
Wie so oft verging die Zeit viel zu schnell – besonders dann, wenn eine Fortbildung Freude macht und das Thema großes Interesse weckt.
Wir alle haben viele wertvolle Impulse und konstruktive Ideen mitgenommen, um unsere „Arbeit“ gemeinsam weiter zu intensivieren, und freuen uns darauf, diese in Zukunft umzusetzen.
Was in unserer Arbeit leider oft zu wenig gesehen wird:
Der Einsatz unserer Kinderbegleiter ist unsagbar kostbar. Die Begleitung vor Ort und das, was dort geleistet wird, bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und verdient große Anerkennung.
Foto: Christina Misczyk
Text: Josie Streit

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