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Hospizarbeit-Gifhorn

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Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.

(Dalai Lama)

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Blickwechsel

Lesen Sie auch unser Informationsblatt "Blickwechsel" mit interessanten Themen und Geschichten. Sie finden es in Apotheken, bei Ärzten und in öffentlichen Bereichen.

Den aktuellen Blickwechsel Nr.71 finden Sie auch hier unter Downloads - Blickwechsel

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Weitere interessante Nachrichten und Artikel finden Sie auch im - Archiv

 

Protokoll MV 2025

Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 13.11.25 finden Sie unter Protokolle

Kuscheltiere mit Charakter

Wie immer seit 2016 hatten wir im Januar lieben Besuch in der Geschäftsstelle.
Auch in 2025 wurden von Ruth Prüßner, Elisabeth Krull und Monika Timmler fleißig liebevolle Kuscheltiere und Handpuppen gehäkelt und gestrickt. Erika Schulz vervollständige das Angebot mit selbstgestrickten Socken, um die Kuscheltiere und warmen Socken als Seelentröster und Wohlfühlgeschenke auf vielen Märkten im Umkreis anzubieten. 
 Dazu wurden 74 Paar Socken, 90 Fingerpuppen und 232 Tiere gefertigt und auf den Märkten verkauft. Das Ergebnis waren 4.700 €, die als Spende an unseren Verein gegangen sind.
Bei Kaffee und leckerem Kuchen wurde viel gelacht und Geschichten über Begebenheiten auf den Märkten erzählt. Um nur einige Märkte  zu nennen: 
Mühlenmuseum in Gifhorn, Walkenried im Südharz, Weihnachtsmarkt in Wasbüttel, der Schlossmarkt in Gifhorn und viele mehr.
Das Geheimnis dieser „Seelentröster“ liegt jedoch auch in der liebevollen Gestaltung der Kuscheltiere. Jedes Tier bringt eine eigene Geschichte mit, die an einem kleinen Zettel um den Hals hängt.
Dazu ein Beispiel:

Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut und bedanken uns von ganzem Herzen für die Spende und das schon seit so vielen Jahren an uns gedacht wird.

Neue Möbel für uns

Mit der zweckgebundenen Volkswagen Belegschaftsspende konnten wir in diesem Jahr unseren Besprechungsraum neu möblieren. Die alte Einrichtung war schon mehrfach mit uns umgezogen und hatte die beste Zeit hinter sich gelassen.
Nach der Genehmigung des Förderantrages haben wir bei Möbelmeyer in Hankensbüttel Tisch, Sideboard und Stühle bestellt, die heute geliefert wurden.
Wir freuen sehr über unseren schönen Raum und bedanken uns herzlich  bei der VW-Belegschaft.

Gemeinsam Gutes tun

Auch in diesem Jahr hat das Wellness- und Fußpflege Team Terre aus Wesendorf ihr Herzensprojekt – Gemeinsam Gutes tun - fortgeführt. Damit möchten sie Vereine, die sich um Menschen und Tiere kümmern, unterstützen. Jedes Jahr wird ein anderer Verein der Region ausgewählt. Dieses Mal kamen die Spendeneinnahmen unserem Verein zugute. Für eine Spendentombola konnten die Kunden Lose ziehen und Sachspenden in Form von Dienstleistungen und Pflegeprodukten gewinnen.
Die Spenden der Kundinnen und Kunden wurden in einer verschlossenen Spardose im Studio gesammelt und im Rahmen der Spendenübergabe am 19. Januar 2026 gemeinsam mit uns geöffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt war der genaue Betrag auch für das Team Terre nicht bekannt. So freuten sich alle über 650 €.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Kundinnen und Kunden und dem Team Terre, dass sie bei dieser Aktion an uns gedacht haben.

Das kann Hospizarbeit

„Hospizarbeit in Gifhorn“, so lautete das Thema des Seniorenkreises der Martin Luther Gemeinde in der Limbergstraße am 14. Januar 2026.
Einmal im Monat treffen sich dort Seniorinnen und Senioren unter der Leitung von Sonnhild Baucke und im Januar waren Claudia Baderschneider (Koordinatorin) und Elisabeth Behrends (ehrenamtliche Mitarbeiterin) eingeladen.
Mit dem kurzen Video „Das kann Hospizarbeit“ (DHPV), detaillierten Informationen und vielen Praxiserfahrungen konnte das komplexe Thema nahegebracht und Fragen beantwortet werden.
Dass ein persönlicher Kontakt hilfreich ist und dadurch Berührungsängste abgebaut werden können, zeigten die Reaktionen.
Claudia Baderschneider machte immer wieder Mut:
„Rufen Sie ruhig an und fragen Sie uns!“
„Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt an.“
„Versuchen Sie mit An – und Zugehörigen sich dem Thema zu nähern.“
Die Offenheit und das Interesse der Zuhörenden waren zu spüren.

Mit hoffnungsvollen Frühlingsblumen und einem herzlichen Dank wurden wir freundlich verabschiedet.

Text. Elisabeth Behrends (ehrenamtliche Mitarbeiterin)

Ein Abend mit Miss Cherrywine – Musik & mehr

Zu unserem 28. Vereinsgeburtstag haben wir am 8. Januar 2026 unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Rittersaal in Gifhorn zu einem Abend mit Miss Cherrywine geladen. Sie singt und spricht über den Tod, das Sterben und die Trauer. Ihre Vorstellung ist berührend, unterhaltsam und – wo es passt – auch gerne ein wenig unkonventionell; damit passt sie wunderbar zu den Inhalten unseres Vereins.
Nach dem Sektempfang und einer kurzen Begrüßung unserer Vorsitzende Frau Ingrid Pahlmann startete Miss Cherrywine, verkörpert durch die Musikerin Tina Damm aus Köln, mit ihrem Programm „Salon Mortel“. Mit Liedern, einige selbstgeschrieben und auf dem Klavier begleitet, bildete sie einen musikalischen Rahmen, in dem sie über Gedanken zu Sterben, Tod und Trauer berichtet.
Sie wird oft gefragt: „Warum dieses Thema“? Aufgewachsen in einem Mehrgenerationenhaus in Nordbayern kam sie schon früh mit Tod und Trauer in Kontakt. Der Tod war in ihrer Kindheit immer präsent und ihre Oma hat ihr immer wieder gruselige Geschichten über morbide Dinge erzählt. Mit diesem Hintergrund hat nicht sie sich das Thema ausgesucht, sondern das Thema kam zwangsläufig zu ihr.
Der erste Teil des Abends handelte von Gebräuchen im Laufe der Zeit. So brachte das Viktorianische Zeitalter die Farbe Schwarz als Zeichen der Trauer und es wurde zu skurrilen Abenden wie „Mumien auswickeln“ geladen. Am Ende des 19. Jahrhunderts kam der Beruf der Bestatter auf. Die Friedhöfe lagen aufgrund von Platzmangel außerhalb der Städte und die Verstorbenen mussten dorthin transportiert werden.
In der heutigen Zeit gibt es unterschiedlichste Rituale: der Tag der Toten - Dia de los Muertos - in Mexiko oder auf Madagaskar, wo die Toten aus ihrer Gruft geholt werden, um mit ihnen zu feiern - um zwei zu nennen.
Aber auch der Humor kam nicht zu kurz. Pantomimisch beschrieben sollte vom Publikum umgangssprachliche Begriffe wie „ins Gras beißen“ oder „Holzpyjama“ (wienerisch für Sarg) erraten werden.
Nach der Pause im Kaminraum des Schlosses bei Brezeln und Getränken und der Möglichkeit, sich über das Programm auszutauschen und nette Gespräche zu führen, ging es im „Salon Mortel“ im zweiten Teil um Geschichten und Lieder zur Trauer und der Trauerbewältigung. Dabei wechselten sich spannende Betrachtungen mit humorvollen Texten ab.
Emotional wurde es bei dem selbst komponierten Lied „Tod-Couture“, das von Angehörigen handelt, die Kleidung der Verstorbenen tragen, um ihnen in ihrer Trauer nahe zu sein. Zur Auflockerung der Stimmung gab es anschließend einige Flachwitze. Ein Beispiel: „Warum kann ein Sarg in Hamburg St. Pauli nicht geöffnet werden? Es liegt ein Zuhälter drin“.
Über exotische Beisetzungsarten, wie einem Pilzsarg oder das Einfrieren des Körpers zur späteren Wiederbelebung, ging es zu Erinnerungsstücken, die aus der Asche hergestellt werden können: Steine, Schallplatten oder Tattoos, bei denen die Asche des Verstorbenen der Farbe beigemischt wird.
Zum Abschluss wurden noch Lieder zur Trauerfeier angesprochen und auch solche thematisiert, die man dort nicht hören möchte: „Atemlos“ oder „Es geht ein Zug nach Nirgendwo“ und einige mehr. Mit dem Spruch „Keiner von uns kommt hier lebend raus, also hört auf, euch als Nebensache zu betrachten“ und einem letzten Lied mit dem Titel „Letztes Lied“ ging das unterhaltsame Programm zu Ende.

Aber nicht ohne eine Zugabe: „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“. Damit endete die Veranstaltung zum 28. Vereinsgeburtstag.

Text und Foto: Christine Zecchino (ehrenamtliche Mitarbeitende)

 

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